en | dt

François Perrodin

"Je construis des objets qui renvoient à la manière dont le regard est construit."
"Ich konstruiere Objekte, in denen es darum geht, wie die Ansicht zustandekommt."
François Perrodin


Künstler Website:
Francois Perrodin online
 
Die Werke von François Perrodin entstehen auf der Grundlage von mathematischen Prinzipien, die das Verhältnis zwischen einzelnen Linien und Flächen definieren. Die Zahlensysteme, die Perrodin entwickelt und die sich in seinen Werken verbildlichen, führen ihn zu keinem eindeutigen Ergebnis, sondern zu zahlreichen „verwandten“ Arbeiten. Er spricht in diesem Zusammenhang von „empirischen Annäherungen“, mit denen er die Substanz bestimmter Definitionen zu ergründen sucht.
Trotz der strengen Zahlenverhältnisse ist das Werk „unbeständig, sensibel, reagierend … oder vielmehr, seine Wahrnehmung ist stets unbeständig, sensibel, reagierend“ (Francois Perrodin, 1995). Die in regelmäßigen Abständen angeordneten Wandobjekte von François Perrodin lassen sich nicht mit einem Blick erfassen, sondern nehmen Zeit in Anspruch.
„Meine Werke beinhalten stets drei Elemente: Das Objekt selbst, den Raum, in dem sich dieses Objekt befindet, und den Betrachter, der das Objekt anschaut und sieht. Variationen dieser drei Parameter definieren in einem bestimmten Moment eine bestimmte Erscheinung und zeigen den Blick als eine sich immer wieder erneuernde Erfahrung.“ (François Perrodin, 2006)

Perrodin spricht in diesem Zusammenhang von einer dialektischen Struktur seiner Werke, unter der er verschiedene Wahrnehmungsebenen versteht, die mit der ständigen Bereitschaft des Betrachters zusammenhängen, das Werk neu zu befragen.

Diesen Prozess, die ständige Veränderung der Wahrnehmung, reflektieren die Werke François Perrodins – darin liegt der Grundgedanke seiner Arbeiten.