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Aino Kannisto

Hotel Bogota, Berlin
Die Fotografien aus den Jahren 2012 und 2013 entstanden fast ausschließlich im ehemaligen Hotel Bogota in Berlin. Aufgrund seiner wechselhaften Geschichte und den besonderen Räumlichkeiten übte das Haus in der Schlüterstraße 45 eine starke Anziehungskraft aus, die auch Aino Kannisto inspiriert hat, immer wieder dorthin zurückzukehren.

Ausstellungen Galerie m
2018 women on their own
2015-16 Aino Kannisto
2013 She and She, Since 1997
2006 Neue Fotografien | New Photographs
 
Untitled (Red Kitchen), 2004
C-Print, Diasec, 90 x 117 cm
Untitled (White Brick Wall), 1997 (2012)
Pigment Ink Print, Diasec, 65 x 65 cm
Statement
Ich erschaffe konstruierte Bilder. Ich stelle fiktive Szenen her, die ich mit einer Kamera aufnehme. Ich selbst spiele die Personen in meinen Bildern. Dennoch sind meine Bilder keine Selbstportraits im traditionellen Sinne. Die Person im Bild ist eine fiktive Erzählerin, so wie es Erzähler in der Literatur gibt. Meine Bilder sind Phantasien, ich repräsentiere eine Atmosphäre oder Stimmung durch die fiktiven Personen. Phantasie ist eine Möglichkeit um über Emotionen zu sprechen.

Für mich bedeutet das Schaffen von Kunst eine Reaktion auf meine Existenz. In diesem Sinne sind meine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit Teil meiner künstlerischen Arbeit. Ich sehe Bilder in meinem Geist, Dinge, die ich erfahre, tauchen in meinen Träumen und in stillen Momenten auf. Ich kann nicht aufhören, zu arbeiten wie ich auch nicht aufhören kann zu denken oder zu existieren.

Ich werde beeinflusst von der mich umgebenden Welt, Literatur, Kino und Fotografie, ebenso von Bildern, die schwieriger zu lokalisieren sind, wie Erinnerungen, Tagträumen und Alpträumen. Individuelle Bilder haben keine Titel, ich möchte meine Bilder nicht festlegen, indem ich ihnen Titel gebe.

In der Fotografie bin ich stets fasziniert von der physischen Seite meiner Arbeit, meiner eigenen körperlichen Präsenz in den Bildern und dem bewussten Aufbau der Szenerie vor dem Moment des Auslösens.

Bilder zu machen, ist für mich eine Möglichkeit sich mit menschlichen Emotionen zu befassen. Es ist ebenso eine gewaltige Quelle kreativer Energie und Freude, eine Möglichkeit dem eigenen Leben eine Bedeutung zu geben, indem man an etwas von dieser Welt Teil hat, das sonst sehr privat bleiben würde.